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FAQ – häufig gestellte Fragen & Antworten

Venenzentrum Wien Dr. Manuela Schwartz, Davidgasse 87-89, 1100 Wien

 

FAQ

 

Hier finden Sie eine Zusammenfassung von häufig gestellten Fragen und Anworten rund um die Behandlung von Venen:

 

Sklerosierung und Mikroschaumverödung

Welche Formen von Krampfadern können mittels Sklerosierung behandelt werden?

In Frage kommen Besenreiser und retikuläre Varizen, die mittels flüssigem Verödungsmittel behandelt werden. Wenn es sich um größere Venen handelt, sollte die Behandlung mittels Mikroschaumverödung durchgeführt werden. In einigen Fällen können auch Astvarizen und Stammvarizen behandelt werden. Hier muss jedoch die Indikation streng gestellt werden, da doch ein beträchtliches Volumen an Verödungsmittel verwendet werden muss und meist mehrere Sitzungen notwendig sind. Auch behandelt werden Rest- oder Rezidivvarizen nach schon erfolgten Veneneingriffen (v.a. chirurgischer Art) oder auch stark geschlängelte Astvarizen. Beim Ablehnen anderer Verfahren, Gegenanzeigen oder Angst vor Eingriffen generell, ist diese Art der Venentherapie ebenfalls möglich.

Wann darf eine Sklerosierung nicht vorgenommen werden?

Kontraindikationen gegen die Verwendung von Verödungsmittel sind

  • Allergie gegen Bestandteile des Verödungsmittels
  • fieberhafte Zustände
  • Schwangerschaft
  • Stillen
  • aktive Thrombose oder Thrombophlebitis
  • Entzündliche Hauterkrankung im Behandlungsbereich
  • generalisierte schwere Infektion
  • Immobilität
  • Bettlägrigkeit
  • schwere arterielle Gefäßverschlusskrankheit Grad III – IV
  • Thromboseneigung
  • bekanntes symptomatisches Foramen ovale
  • Asthma bronchiale
Welche Risiken gibt es?

A: In bis zu 10% der Fälle können Blutergüsse, lokale Thrombosen und Gefäßneubildungen (matting) auftreten. Dies sind nur vorübergehende, unkomplizierte und im letzteren Fall unvorhersehbare Nebenwirkungen. In bis zu 1 % können Venenentzündungen, Hautreaktionen wie Rötung (Erythem), Nesselsucht (Urtikaria), Schwellung (Ödem) und Verhärtung von Gewebe (Induration)und Braunfärbung der Haut (Pigmentierung) auftreten. Auch hier handelt es sich um Symptome, die sich komplett zurückbilden können. Nur die lokale Gewebszerstörung (Nekrose) und eine mögliche Nervenverletzung können längerdauernde Nebenwirkungen darstellen.

Noch seltener (< 1%) oder bisher nur in Einzelfällen aufgetreten sind vorübergehende Sehverschlechterung, Atemnot, Herzklopfen, Blutdruckschwankungen, allergischer Schock, Herzinfarkt, Schlaganfall, Fieber, Kreislaufkollaps, Migräne

Die Sklerotherapie ist eine hocheffektive, komplikationsarme Behandlungsmethode. Nebenwirkungen sind selten und in aller Regel nur vorübergehend.

Können Besenreiser/retikuläre Varizen wieder auftreten?

Behandelte Besenreiser/Venen werden nach erfolgter Verklebung bindegewebig umgebaut. Sie treten kaum wieder auf. Jedoch können sich an derselben Stelle oder in nächster Umgebung neue Besenreiser/Venen bilden, die jederzeit erneut sklerosiert werden können.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Es werden sehr feine Nadeln verwendet. Der Einstich ist nur leicht oder nicht spürbar. Ein leichtes Brennen kann beim Injizieren des Verödungsmittels auftreten.

Wie läuft die Behandlung ab?

Der Patient liegt auf der Untersuchungsliege. Die betreffende Körperstelle wird mit einem Desinfektionsmittel gereinigt. Während dem Trocknen des Reinigungsmittels wird die Injektionsspritze vorbereitet. Die notwendige Konzentration des Verödungsmittels wird ausgesucht. Entweder in flüssiger Form oder als Luft-Flüssigkeitsgemisch erfolgt die Injektion mittels dünnster Nadel. Unmittelbar nach dem Einspritzen wird Druck auf die behandelte Region ausgeübt. Dieser sollte für einige Minuten aufrecht erhalten werden. Nach Ende der Behandlung sollte ein Kompressionsstrumpf angezogen werden und noch 10 Minuten relaxt werden.

Was muss nach der Sklerotherapie/Mikroschaumverödung beachtet werden?

An die Behandlung anschließen sollte ein 30-minütiger Spaziergang. Hiermit kann ein mögliches Thromboserisiko minimiert werden. Für etwa 6 Wochen sollte die behandelte Hautregion nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden. Wärmebehandlungen bzw. Sauna sollten für 2-3 Wochen vermieden werden. Der Kompressionsstrumpf sollte für 2-3 Tagegetragen werden.

Wieso muss ich nach der Behandlung einen Kompressionsstrumpf tragen?

Durch den Druck von außen werden die Venenwände zusammengedrückt. Dies fördert das Verkleben und somit den gewünschten Effekt der Sklerotherapie/Mikroschaumverödung. Somit kann der Patient selbst aktiv am Therapieergebnis mitwirken.

 

Radiofrequenzablation

Wie funktioniert diese Art der Venenbehandlung?

Über eine Punktion der Vene an einer Stelle des Beines, ähnlich einer Punktion für die Blutabnahme, oder auch über einen kleinen, nur wenige mm messenden Hautschnitt, wird die Thermosonde in die zu behandelnde Vene eingeführt. Im Gefäß wird die Sonde bis zur Leiste vorgeschoben – dies wird mittels Ultraschall kontrolliert. Wenn die Sonde an der richtigen Stelle platziert ist, erfolgt das kontrollierte Rückziehen unter Abgabe von Wärme. Somit wird die Vene thermisch geschädigt, sie schrumpft und zieht sich zusammen. Es wird kontinuierlich eine Kontrolle der abgegebenen Energie über Messung des Gefäßwiderstandes (Impedanz) durchgeführt. So kann eine überschießende Energieabgabe und somit Schädigung des umliegenden Gewebes, wie es manchmal bei der Laserbehandlung vorkommt, vermieden werden. Schädliche Strahlen kommen nicht zum Einsatz.

Die Radiofrequenzablation kann sowohl in Kurznarkose durchgeführt werden als auch in Lokalanästhesie. Hier wird dann entlang des Venenverlaufes eine lokale Änasthesie gesetzt, was natürlich – wegen der vielen Nadelstiche – unangenehm ist.

Wer ist für die Radiofrequenzablation geeignet?

In Frage kommen Patienten, deren betroffene Vene möglichst gerade ohne die Abgabe relevanter Seitenäste verläuft. Dies wird hauptsächlich bei Stammvarizen der Fall sein – hier sowohl der großen als auch der kleinen Leitvene, aber auch bei manchen Astvarizen. Erst nach erfolgter Duplexsonographie kann beurteilt werden, ob der jeweilige Patient für dieses Verfahren geeignet ist.

Welche Vorteile hat man gegenüber der „normalen“ Venenoperation?

Bei der Radiofrequenzablation erhält man ein maximal effektives Ergebnis bei hervorragender Kosmetik und einem Minimum an Risiken und Nebenwirkungen. So erspart man dem Patienten größere Hautschnitte mit der Möglichkeit an Wundheilungsstörungen und Entzündungen, wobei die Langzeitergebnisse bei beiden Verfahren vergleichbar sind. Die Operationszeit ist in der Regel kürzer, der Eingriff kann auch in lokaler Anästhesie durchgeführt werden und die postoperativen Schmerzen sind ebenfalls geringer als bei einer konventionellen Crossektomie mit Stripping-Operation.

Was muss nach dem Eingriff mit Radiofrequenz beachtet werden?

Nach dem Eingriff wird ein Kompressionsstrumpf oder – verband angelegt. Dieser sollte im optimalen Fall 3 Wochen Tag und Nacht und folgend noch einmal 3 Wochen tagsüber getragen werden. In der ersten Woche erhält der Patient einmal täglich eine Thromboseprophylaxe.

Müssen mit Schmerzen nach der Radiofrequenzverfahren gerechnet werden?

In den ersten 3-4 Tagen nach dem Eingriff kann ein Ziehen und Brennen im Verlauf der behandelten Vene auftreten. Dies ist die Folge der verursachten Venenschrumpfung und des folgenden Umbaus. In aller Regel können Alltagstätigkeiten ohne Probleme verrichtet werden. Schon wenige Stunden nach dem Eingriff darf und soll der Patient aufstehen und sich die Beine vertreten.

Welche Komplikationen können auftreten?

Kein Verfahren ist ohne Komplikationen, jedoch kann die Radiofrequenzablation zu den risikoarmen Eingriffen gezählt werden. Auftreten können:

  • Hautreaktionen auf angewendete Medikamente und Lokalanästhetika
  • Hautreizungen auf die entstandene Wärme (eher bei schlanken Patienten und sehr oberflächlichem Venenverlauf)
  • Venenwandverletzung
  • Venenthrombose
  • Nervenschädigung (vorübergehend oderbleibend)
  • Wiedereröffnung der behandelten Vene und Wiederauftreten von Krampfadern
  • Wundinfektion

Die meisten Risiken können durch die während des Eingriffs angewendete Ultraschallkontrolle reduziert werden.

Kann dieses Verfahren mit anderen Venenbehandlungen kombiniert werden?

Ja, natürlich. Falls in einem Fall sowohl eine für die Radiofrequenz geeignete Stammveneninsuffizienz vorliegt, jedoch auch stark geschlängelte Astvarizen vorhanden sind, kann der Eingriff mit der Phlebektomie kombiniert werden. Hier würden dann nach erfolgter Ablation der Stammvene über dem geschlängelten Verlauf der Astvarize mehrere, nur mm lange Hautschnitte gesetzt, über die diese Vene entfernt wird. Die Kombination mit Sklerosierung ist ebenfalls möglich.

 

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